Wirtschaft
09.04.2019

Produktionsrückgang in der Automobilindustrie

Aufgrund ihrer Größe und bestehender Verflechtungen hat die deutsche Automobilindustrie eine erhebliche Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Im Jahresverlauf 2018 ist die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen jedoch deutlich gesunken und war, kalender- und saisonbereinigt, um 7,1 % niedriger als im ersten Halbjahr. Dies teilt das Statistische Bundesamt (DESTATIS) heute anlässlich der morgen beginnenden Automobilmesse Techno Classica 2019 mit.

Im gesamten Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist die Produktion im gleichen Zeitraum um 2,0 % zurückgegangen. Ohne Berücksichtigung des Automobilsektors hätte der Produktionsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe nur bei 0,9 % gelegen. Dabei dürfte auch der Rückgang in den anderen Industriebereichen durch die Entwicklung der Kfz-Produktion indirekt beeinflusst sein. Zum Beispiel werden Produkte von Eisen- und Leichtmetallgießereien in der Automobilindustrie verwendet, die Hersteller dieser Produkte werden aber nicht direkt der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zugeordnet.

Anteil an der Bruttowertschöpfung Deutschlands 2016 bei 4,7 %

Die Automobilindustrie ist Deutschlands wichtigster Industriezweig: So erbrachten die rund 880 000 Erwerbstätigen in der Automobilindustrie im Jahr 2016 nach Angaben der Volkwirtschaftlichen Gesamtrechnungen eine wirtschaftliche Leistung von 134,9 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Anteil von 4,7 % an der Bruttowertschöpfung in Deutschland. Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Automobilindustrie ist jedoch noch höher einzuschätzen, da der Wirtschaftszweig stark mit anderen Branchen verbunden ist, die Vorleistungsgüter für die Kfz-Produktion herstellen. Aus anderen Wirtschaftsbereichen der Industrie sind dies insbesondere die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren, die Metallerzeugung und -bearbeitung, die Herstellung von Metallerzeugnissen, der Maschinenbau sowie die Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen. Aber auch die Dienstleistungsbereiche sind eng mit der Automobilindustrie verbunden: Insbesondere Handel, Verkehr und Lagerei, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen sowie die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften sind von Bedeutung. Direkt und indirekt, also unter Einbeziehung der vorgelagerten Branchen, sind nach Modellrechnungen der Input-Output-Rechnung etwa 1,75 Millionen Erwerbstätige in Deutschland, also rund 4 % der Erwerbstätigen, mit der Automobilbranche verbunden.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes DESTATIS)

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AutomobilindustrieWirtschaft

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