Unternehmen Anwenderbericht
© Teqram BV
08.04.2026

Roboter automatisiert Schleifarbeiten

Die Anforderungen an die Anarbeitungsqualität im Stahlbau steigen stetig – besonders bei Projekten mit Vorbereitungsgrad P3. Für Peters Stahlbau führte das zu mehr Nacharbeit, höherer körperlicher Belastung und zunehmendem Zeitdruck. Mit dem robotergestützten Teqram EasyGrinder wurde der Schleifprozess grundlegend optimiert: Die Qualität ist heute reproduzierbar, die Mitarbeitenden werden spürbar entlastet und auch der Verbrauch von Schleifmitteln und Werkzeugen ist deutlich gesunken.

Steigende Qualitätsanforderungen als Investitionsauslöser

Peters Stahlbau fertigt komplexe Stahlkonstruktionen für Industrie- und Gewerbebauten sowie Großprojekte in ganz Europa. In vielen Aufträgen gelten erhöhte Anforderungen an die Oberflächenvorbereitung, insbesondere bei P3. „Die Anforderungen an die Anarbeitungsqualität haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen“, betont Frank Evers, Metallbaumeister bei Peters Stahlbau. Bei P3-Bauteilen müssen sämtliche Kanten mit mindestens 2 mm Radius angeschliffen und die Aufhärtung der Wärmeeinflusszone (WEZ) vollständig entfernt werden. Manuell ist das zeitintensiv, körperlich belastend und bei steigenden Stückzahlen kaum konstant umzusetzen.

Wenn manuelle Prozesse an Grenzen stoßen

Das Entfernen von Anschnittfahnen, das Verrunden von Kanten und das Abtragen der WEZ zählen zu den anspruchsvollsten Schleifarbeiten im Stahlbau. Besonders im Mehrschichtbetrieb wird deutlich, wie schwierig es ist, dauerhaft gleichbleibende Qualität sicherzustellen. Neben der physischen Belastung war vor allem die Reproduzierbarkeit ein zentrales Thema. Qualitätsabweichungen kosten Zeit, Material und Marge.

Peters Stahlbau entschied sich bewusst für den Teqram EasyGrinder. Ausschlaggebend waren die Integration in bestehende Prozesse, der Verzicht auf Programmierung sowie die intuitive Bedienung direkt durch den Anlagenbediener. Der Roboter fügt sich in die Fertigung ein und war ohne lange Anlaufphase produktiv. Im Betrieb erhielt er schnell einen eigenen Namen: Susi - ein Zeichen für hohe Akzeptanz im Team. Frank Evers erklärt: „Unser EasyGrinder - bei uns liebevoll Susi genannt - erledigt die P3-Anforderungen zuverlässig und ohne Ermüdung, selbst über mehrere Schichten hinweg“.

Konstante Qualität

Neben der Qualitätsstabilität überzeugt der EasyGrinder auch wirtschaftlich. „Der Roboter nutzt Schleifscheiben vollständig bis zum Träger aus - ein Effekt, der manuell kaum erreichbar ist.“ Beim Handschliff führen nachlassende Kräfte häufig zu vorzeitigem Scheibenwechsel. Das Resultat: deutlich reduzierter Verbrauch an Schleifmitteln und eine massiv erhöhte Standzeit handelsüblicher Winkelschleifer. Gleichzeitig entstehen planbare Taktzeiten und stabile Prozesse.

Ergonomie als strategischer Faktor

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Entlastung der Mitarbeitenden. Körperlich schwere Schleifarbeiten werden erheblich reduziert. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein Wettbewerbsvorteil. Mit der erfolgreichen Integration des EasyGrinder stärkt Peters Stahlbau seine Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig. Weitere Automatisierungsschritte sind perspektivisch denkbar.

(Quelle: Teqram BV)

Schlagworte

AutomatisierungOberflächenbehandlungQualitätsstabilitätRoboterSchleifenSchleifprozessSchleifroboterStahlbauWärmeeinflusszone

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