Regelwerke
© pixabay.com/Free Photos
28.01.2021

Schadensanalyse an geschweißten Metallprodukten

Schadensanalyse an geschweißten Metallprodukten

Die neue Richtlinie VDI 3822 Blatt 1.5 wertet Schadensanalysen an geschweißten metallischen Bauteilen und Komponenten aus. Die Richtlinie erscheint im Februar 2021 als Weißdruck und ersetzt die Ausgabe vom Oktober 2017.

Durch Schadensanalysen sollen die Ursachen für das Versagen von Werkstoffen und Bauteilen aufgedeckt werden. Die Erkenntnisse bilden die Grundlage gezielter Maßnahmen zur Schadensabhilfe und -verhütung. Die neue Richtlinie VDI 3822 Blatt 1.5 widmet sich der systematischen Schadensanalyse von Schäden an metallischen Bauteilen und Komponenten. Sie gilt insbesondere für Schweißprodukte, die durch Schmelzschweißen entstehen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Stählen.

Kein Produkt, so sorgfältig es auch konzipiert und hergestellt wird, ist ohne Schadensrisiko. Schäden sind häufig unvermeidlicher Bestandteil von Prozessen und Betriebsabläufen. Um bei der Schadensanalyse erfolgreich zu sein und künftige Schäden vermeiden zu können, ist ein systematisches Vorgehen unabdingbar: Jeder Schritt in der Planung, der Methodik, dem Umfang und der genauen Durchführung muss präzise definiert sein. Dazu bedarf es klarer Festlegungen.

Die Richtlinienreihe VDI 3822 benennt und beschreibt Schadensarten einheitlich, wodurch eine systematische Vorgehensweise bei einer Schadensanalyse ermöglicht und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Untersuchungsstellen gewährleistet wird. Ihr Ziel ist es, Prozesse so weit zu verbessern, bis das Optimum gefunden ist, das sich aus der idealen Verwendung von Werkstoffen und Verarbeitung ergibt. Die Richtlinienreihe bietet Anwendern dazu Begriffe und Definitionen, Grundlagen der Schadensanalyse, sowie eine systematische Vorgehensweise und Hinweise zu Benennung und Schadensarten. Auch die Standardisierung der Dokumentation von Schadensanalysen ist hier geregelt. Die einzelnen Blätter widmen sich verschiedenen Materialien.

Im neuen Blatt 1.5 werden die verschiedenen Schadensarten, die Schadenserscheinungen, die Ursachen und die Abläufe bei Schäden an geschweißten metallischen Bauteilen beschrieben.

Herausgeber der Richtlinie VDI 3822 Blatt 1.5 „Schadensanalyse – Schäden an geschweißten Metallprodukten“ ist die VDI-Gesellschaft Materials Engineering (GME). Die Richtlinie erscheint im Februar 2021 als Weißdruck und ersetzt die Ausgabe von Oktober 2017. VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien.

Ihr fachlicher Ansprechpartner im VDI:

Dr.-Ing. Hans-Jürgen Schäfer VDI
VDI-Gesellschaft Materials Engineering (GME)
Telefon: +49 211 6214-254
E-Mail: schaefer@vdi.de

(Quelle: Presseinformation des VDI – Verein Deutscher Ingenieure e. V.)

Schlagworte

BauteileFügetechnikMetalleSchadensanalyseSchmelzschweißenSchweißenSchweißtechnikStähleWerkstoffe

Verwandte Artikel

Automatisierte Schweißzelle mit sensorisch überwachtem Prozess
29.09.2026

KI gestützte Schweißautomation mit klaren Freigabegrenzen

KI kann Schweißprozesse beobachten, Abweichungen priorisieren und Bediener bei der Diagnose unterstützen. Handlungsfähig wird sie jedoch erst durch eine klar getrennte Ke...

Automation Freigabelogik KI Agenten Prozessüberwachung Schweißautomation Schweißen Wiederanlauf
Mehr erfahren
Der KR Fortec ultra MT wurde speziell für Anwendungen entwickelt, die hohe Prozesskräfte, Steifigkeit und Präzision erfordern.
28.09.2026

Forschungsplattform für robotergestütztes Rührreibschweißen

Die Hochschule Magdeburg-Stendal setzt auf KUKA Technologie für die Entwicklung industrieller FSW-Anwendungen der nächsten Generation.

Entwicklung Fertigungsprozesse Forschung FSW Hochschulen Maschinenbau Roboter Roboterschweißen Roboterzelle Rührreibschweißen Schweißen Universität
Mehr erfahren
EQU30-Balancer mit abnehmbarem Drahtvorschub
26.09.2026

Mehr Ergonomie beim Schweißen mit abnehmbarem Drahtvorschub

Auf der EuroBLECH 2026 zeigt Engmar den patentierten EQU30 für den Einsatz mit Absaugbrennern. Der Balancer unterstützt den Schweißer bei Arbeiten an stationären Arbeitsp...

Absaugbrenner Drahtvorschub Ergonomie Euroblech Gesundheitsschutz Schweißbrenner Schweißen
Mehr erfahren
Mikrowellen-Radarsensor bei der Messung der Aushärtung eines Klebstoffes
25.09.2026

Startschuss für das Projekt „KlimRa“

Wie lässt sich die Aushärtung von Kleb- und Dichtstoffen schnell, zuverlässig und zerstörungsfrei überwachen? Dieser Frage widmet sich das neue Forschungsprojekt „KlimRa“...

Aushärtung Bauteile Dichtstoffe Forschung Fügen von Kunststoffen Joining Plastics JP Klebstoffe Kunststoff Mikrowellen Sensorik Verbundmaterialien Zerstörungsfrei
Mehr erfahren
Das Berliner Architekturbüro Barkow Leibinger entwarf die neue Frankreichzentrale, die in Holz-Betonbauweise errichtet wurde.
24.09.2026

Eröffnung der neuen Frankreichzentrale

Trumpf hat seinen neuen französischen Hauptsitz eröffnet. Er liegt in Villepinte, rund zwanzig Kilometer nordöstlich von Paris. Das Unternehmen investierte 16,1 Millionen...

Automobilindustrie Blechbearbeitung Bohren Halbleiterindustrie Lasertechnik Luft- und Raumfahrt Schneiden Schweißen Werkzeugmaschinen
Mehr erfahren