Kommentar
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02.07.2019

Statement zum Globalen Stahlforum

Statement zum G20-Gipfel: Globales Stahlforum muss dringend verlängert werden

Auf dem G20-Gipfel am 28. und 29. Juni 2019 in Osaka (Japan) konnten sich die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsnationen nicht darauf verständigen, das Mandat für das Globale Stahlforum zu verlängern. Die Handelsminister der G20-Regierungen sollen nun bis Herbst 2019 darüber beraten, wie die Arbeit des Forums fortgesetzt werden kann.

Dazu Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl:

„Die Gipfelergebnisse von Osaka sind für die Stahlindustrie enttäuschend. Es wäre dringend notwendig gewesen, das Mandat für das Globale Stahlforum um weitere drei Jahre zu verlängern. Das Problem massiver Überkapazitäten ist in der globalen Stahlindustrie weiterhin ungelöst. Zudem ist die Branche in Europa mit einem wachsenden Protektionismus weltweit konfrontiert. Die Tür für eine Fortsetzung der Arbeit des Forums ist noch nicht zugeschlagen, allerdings drängt die Zeit: Die G20-Regierungen müssen auf Ebene der Handelsminister bis zum Herbst einen Weg finden, wie weiter an der Lösung der Strukturprobleme in der globalen Stahlindustrie gearbeitet werden kann.“

Hintergrund:

Die Überkapazitäten in der globalen Stahlindustrie belaufen sich nach Schätzungen der OECD auf mehrere hundert Millionen Tonnen. Infolge erheblicher Verwerfungen auf dem globalen Stahlmarkt haben die G20-Regierungschefs im Jahr 2016 das Globale Stahlforum gegründet. Ziel des Globalen Stahlforums ist es, konkrete Schritte zur Beseitigung der globalen Kapazitätsüberhänge auf den Weg zu bringen. Am 30. November 2017 hatten sich die Wirtschaftsminister der G20 in Berlin auf gemeinsame politische Kernprinzipien zur Lösung der Strukturkrise geeinigt.

(Quelle: Pressemitteilung der Wirtschaftsvereinigung Stahl)

 

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HandelInternationalesStahlWirtschaft

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