Forschung
© Fraunhofer LBF, Ursula Raapke
26.04.2025

Verbesserung der Substitutionsmöglichkeiten von PFAS

In einem neuen Verbundprojekte CompoPFAS am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF wird die Substitution von PFAS in flammgeschützten Formulierungen untersucht. Grundlage ist der erfolgreiche Abschluss eines Projektes zur Evaluierung von PFAS-Alternativen, an dem 21 Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik und Maschinenbau partizipierten. Das Folgeprojekt CompoPFAS zielt darauf ab, die Wirkweise von Fluorpolymeren und deren möglichen Ersatzstoffen zu verstehen. Die Teilnehmenden werden in der Entwicklung PFAS-freier Flammschutz-Compounds unterstützt. Durch systematische Forschung und Untersuchungen sollen neue, effiziente Formulierungen entstehen.

CompoPFAS konzentriert sich auf die Untersuchung von Additiven wie Fluorpolymeren und niedermolekularen Fluorverbindungen, die in zahlreichen technischen Compounds Verwendung finden. Diese Additive sind in der Regel schwer zu ersetzen, da sie spezifische Funktionen wie Antitropfmittel und Flammschutzmittel erfüllen. Ziel des Projekts ist es, die Wirkweise dieser fluorhaltigen Additive zu verstehen und Grundlagen für die Entwicklung neuer flammgeschützter Compounds zu schaffen. Dazu werden die relevanten Kunststofftypen und Schwerpunkte der Teilnehmer erfasst, um gezielte Forschungsansätze zu entwickeln.

In mehreren Compoundier- und Spritzgusskampagnen werden verschiedene Zusammensetzungen getestet, um deren Brandverhalten und andere Eigenschaften zu analysieren. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen iterativ in den Entwicklungsprozess ein. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Handlungsempfehlungen zu möglichen Substituten, deren Bestandteilen, deren Wirkweise und möglichen Einschränkungen.

Mehr Informationen zu dem Projekt

 

(Quelle: Pressemeldung Fraunhofer IWS)

Schlagworte

AMFestigkeitGussKunststoffMaschinenbauMedizintechnikPFASPolymerPolymereSpritzgussTIG

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