Wirtschaft
© stock.adobe.com/Atelier 211
10.03.2024

Zukunft will gelernt sein

Zukunft will gelernt sein

Am Montag startet in Deutschland die „Woche der Ausbildung“. In unterschiedlichen Aktionen werben Arbeitsagenturen, Jobcenter und Jugendberufsagenturen gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern für betriebliche Ausbildung und informieren darüber, welche Chancen sich daraus für junge Menschen und Unternehmen ergeben.

Die diesjährige Aktionswoche vom 11. bis 15. März 2024 steht unter dem Motto „Zukunft will gelernt sein“. Dabei sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz günstig. Die Zahl der Ausbildungsstellen, die die Unternehmen den Agenturen für Arbeit von Oktober 2023 bis Februar 2024 meldeten, hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Insgesamt meldeten die Betriebe 414.000 Ausbildungsstellen, 11.000 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber um 4.000 auf 286.000. Wie in den Vorjahren sind weiterhin deutlich mehr Stellen als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet. Für Unternehmen bleibt es herausfordernd, Ausbildungsstellen zu besetzen.

Bundesweit öffnen viele Unternehmen ihre Türen für Schüler*innen und ausbildungsinteressierte junge Menschen zur Woche der Ausbildung und informieren über ihre Ausbildungsangebote. Junge Menschen und ihre Eltern können sich vor Ort im Rahmen umfangreicher Veranstaltungen von den Vorteilen einer Ausbildung überzeugen. Die Themen der bundesweit rund 300 Einzelveranstaltungen sind breit gefächert. Von berufsorientierenden Impulsen wie „Berufe für eine Grüne Zukunft“ oder einer Roadshow der Berufsberatung der Arbeitsagentur zu den Schulhöfen der Berufskollegs Dortmund gibt es auch ganz praktische Tipps wie etwa „Bewerbungsmappencheck“, „Finde dein Wunschpraktikum“ oder „Werd‘ ein Pro! So findest du deinen Ausbildungsplatz“.

© stock.adobe.com/Monkey Business
© stock.adobe.com/Monkey Business

Die Arbeitsagenturen, Jobcenter, Jugendberufsagenturen und ihre Partnerinnen und Partner am Ausbildungsmarkt machen in der Aktionswoche auf die vielen Ausbildungsangebote in den 324 Ausbildungsberufen aufmerksam: Berufsberaterinnen und Berufsberater informieren im persönlichen Gespräch, per Telefon, Videokommunikation oder in Veranstaltungen über Berufe, Ausbildungsvoraussetzungen und beantworten Fragen rund um die Ausbildung, Bewerbungen oder Praktika.

Der Arbeitgeber-Service in den Arbeitsagenturen informiert Ausbildungsverantwortliche in Unternehmen im Rahmen der Woche der Ausbildung darüber, wie sie mit Hilfe betrieblicher Ausbildung ihren Fachkräftebedarf von morgen sichern können, wie sie sich für Jugendliche als attraktiver Ausbildungsbetrieb präsentieren können und welche Rekrutierungswege geeignet sind, um Auszubildende zu gewinnen. Darüber hinaus werden Fördermöglichkeiten vorgestellt, die dazu beitragen, Ausbildungsverhältnisse zu stabilisieren und Auszubildende erfolgreich zum Berufsabschluss zu führen.

Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit: „Eine Berufsausbildung ist für junge Menschen das beste Fundament für ein erfolgreiches Berufsleben. Und ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind gut. Trotzdem ist und bleibt die Ausbildungsvermittlung kein Selbstläufer. Vielen jungen Menschen ist gar nicht bewusst, dass die neueste Technik auch in vermeintlich angestaubten Berufen angekommen ist. Das gilt beispielsweise für Dachdecker, die mithilfe einer Drohne den Zustand eines Daches einschätzen. Es lohnt sich also ein Blick hinter die Kulissen. In der Woche der Ausbildung öffnen Ausbildungsbetriebe den Jugendlichen ihre Türen, um ihnen diese spannenden Möglichkeiten aufzuzeigen. Mit der Woche der Ausbildung unterstützen wir die jungen Menschen und die Ausbildungsbetriebe gleichermaßen.“

Weitere Informationen zur Woche der Ausbildung finden Sie hier:

Mehr erfahren

Viele der Angebote zur Woche der Ausbildung finden sich auf den lokalen Internetseiten der Arbeitsagenturen und Jugendberufsagenturen.

(Quelle: Presseinformation der Bundesagentur für Arbeit)

Schlagworte

ArbeitsmarktAusbildungDuale AusbildungFachkräftemangelFachkräftequalifizierung

Verwandte Artikel

Neue VDI-Studie zu Frauen in MINT-Berufen
15.10.2026

Frauen in MINT: Deutschland verschenkt Milliardenpotenzial

Im Rahmen der Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ hat der VDI die Studie „Frauen in MINT-Berufen – Potenziale entfalten, Innovationskraft stärken“ veröffentlicht.

Arbeitsszeitmodelle Fachkräftemangel Geschlechterstereotype Innovationskraft Innovationsstandort Deutschland MINT Studie Wertschöpfung Wettbewerbsfähigkeit
Mehr erfahren
DVS Group
30.09.2026

Rückblick: 7. Abend der Schweißtechnik

Am 10. September 2026 kamen rund 400 Gäste an die SLV Nord, um zusammen mit dem DVS-Bezirksverband Hamburg den 7. Abend der Schweißtechnik sowie das 100-jährige Bestehen...

Ausbildung Cobot DVS-Bezirksverband Forschung Jubiläum Jugend schweißt Kunststoffzentrum Laserstrahlschweißen Qualitätssicherung Schweißausbildung Schweißen Schweißtechnik Weiterbildung Werkstofftechnik Wettbewerbsfähigkeit
Mehr erfahren
Ingenieurarbeitsmarkt: VDI ordnet ein und zeigt Potenziale
27.09.2026

VDI/IW-Ingenieurmonitor zum Strukturwandel am Arbeitsmarkt

VDI/IW-Ingenieurmonitor: Konjunkturelle Schwäche trifft derzeit auf einen Arbeitsmarkt im Wandel – doch der Fachkräftebedarf bleibt strukturell hoch. Der VDI sieht Re-Ski...

Arbeitsmarkt Digitalisierung Energiesektor Fachkräftemangel Informatik Ingenieurwesen Medizintechnik Re-Skilling Strukturwandel
Mehr erfahren
22.09.2026

So verändern humanoide Roboter die Industrie

Humanoide Roboter entwickeln sich rasant. Dell Technologies zeigt, welches Potenzial sie für die Industrie bieten, welche Hürden noch bestehen und welche Rolle Edge-Entsc...

Arbeitsschutz Automatisierung Cobots Datenverarbeitung Fachkräftemangel Flexibilität Humanoide Roboter Industrie Präzision Roboter Sensorik Technologie
Mehr erfahren