Trendthema
© Pixabay
09.01.2025

10 Jahre Netzwerkinitiative für Energieeffizienz und Klimaschutz

Seit 10 Jahren unterstützen Energieeffizienz-Netzwerke Klimaschutz und Energieeffizienz in Unternehmen. Die Träger haben nun die Absicht bekundet, die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke bis 2030 zu verlängern.

Die Netzwerkinitiative mit über 440 Unternehmensnetzwerken in Deutschland zeigt, wie viel durch zehn Jahre freiwilliges Engagement erreicht werden kann. Bis 2030 können durch die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) mehr als 15 Terawattstunden Energie eingespart werden. Dies ist einer der Gründe, warum Deutschland im European Energy Efficiency Scoreboard 2023 den zweiten Platz unter den EU-Ländern in der Kategorie Energieeffizienz in der Industrie belegt.

Die Innovationskraft in den Unternehmen und der Austausch von Know-how in den Netzwerken sind entscheidende Faktoren, um Energieeffizienz, Klimaschutz und Energiewende in der Wirtschaft voranzubringen. Deshalb haben die Träger der Initiative grundsätzlich ihr Interesse an und ihre Bereitschaft zu der Verlängerung der Initiative für weitere fünf Jahre bekundet. Damit soll allen deutschen Unternehmen weiterhin ein Rahmen angeboten werden, ihre Potenziale an Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit besonders effizient und effektiv zu analysieren und zu erschließen.

Bundesministerien:10 Jahre Netzwerkarbeit gewürdigt

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, würdigt die Leistung der Initiative: „Die Arbeit der über 3.000 Unternehmen in den Netzwerken ist ein Zeichen dafür, dass der Einsatz für Energieeffizienz wirtschaftlich sinnvoll ist, die Resilienz stärkt und den Klimaschutz voranbringt. Es sind dadurch bereits deutliche Einsparungen an Endenergie und CO2-Äquivalenten zu erkennen. Das zeigt praktisch, wie der Weg hin zur Klimaneutralität auch durch Austausch und Vernetzung vorangebracht werden kann. Ich begrüße daher die Aktivitäten zur Fortsetzung und Weiterentwicklung der Initiative.“

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz Steffi Lemke: „Die Arbeit der Initiative in den vergangenen zehn Jahren war ein wichtiger Beitrag zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der deutschen Wirtschaft. Energieeffizienz und Dekarbonisierung sind zentral für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und sie schaffen die Voraussetzung für ein wettbewerbsfähiges und auf die Zukunft gerichtetes Wirtschaften in unserem Land. Es ist mir daher eine große Freude, der Netzwerkinitiative zum zehnjährigen Bestehen zu gratulieren.“

Über 440 Unternehmensnetzwerke angemeldet

Mithilfe der Initiative haben sich in den vergangenen zehn Jahren tausende Unternehmen zusammengefunden und erfolgreich etablierte und innovative Maßnahmen für Energieeffizienz und Klimaschutz umgesetzt. Auf der 8. Jahresveranstaltung Ende 2024 in Berlin feierte die Netzwerkinitiative ihr zehnjähriges Bestehen und ehrt ausgewählte Unternehmensnetzwerke für ihr besonderes Engagement.

Das Engagement in Energieeffizienz-Netzwerken für mehr Energie- und Ressourceneffizienz sowie Klimaschutz bringt den teilnehmenden Unternehmen nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern führt auch zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten und den damit verbundenen Versorgungs- und Preisrisiken. Vor diesem Hintergrund haben die Träger der Initiative jetzt ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke in eine weitere und damit dritte Phase bis 2030 zu führen. Eine angepasste Vereinbarung, welche durch die Spitzen der beteiligten Verbände und Ministerien Mitte 2025 unterzeichnet werden soll, ist aktuell in der Vorbereitung.

(Quelle: Pressemeldung initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke)

Schlagworte

DekarbonisierungEnergieeffizienzEnergiewendeNachhaltigkeitResilienzRessourceneffizienzWirtschaft

Verwandte Artikel

Ein Walzwerk vor der Modernisierung: Ausfallzeiten, CO2-Ausstoß sowie Energie- und Wartungsaufwand sind hoch.
27.01.2026

Investitionsgut Maschine – der blinde Fleck der Kreislaufwirtschaft

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beginnt bereits im Maschinenpark. Die Instandhaltung, Modernisierung und langfristige Nutzung von Maschinen trägt dazu bei, die Krei...

Energie Investitionsgüter Kreislaufwirtschaft Maschinenpark Modernisieren Nachhaltigkeit Ressourcenschonung Rohstoffe
Mehr erfahren
(v.l.n.r) Klaus Bauer, Peter Liggesmeyer, Björn Sautter, Rainer Stark
25.01.2026

Forschungsbeirat wählt neuen Sprecher der Industrie

Der Forschungsbeirat Industrie 4.0 hat Klaus Bauer (Trumpf Werkzeugmaschinen SE + Co. KG) als neuen Sprecher der Industrie berufen. Björn Sautter (Festo SE & Co. KG) wird...

Digitale Transformation Industrie 4.0 Künstliche Intelligenz Nachhaltigkeit Resilienz Smart Data Technik
Mehr erfahren
24.01.2026

Entgelterhöhung erst im Mai

Die konstruktiven Tarifverhandlungen zwischen der CG Metall und dem Fachverband Metall NW am 21.01.2026 konnten mit einem einvernehmlichen Ergebnis abgeschlossen werden.

Ausbildung Metall Metallhandwerk Tarifabschluss Tarifverhandlungen Wirtschaft
Mehr erfahren
Fertige Erzeugnisse
13.01.2026

Vereinbarung über Lieferung von Non-Prime-Stahl

thyssenkrupp Materials Processing Europe hat mit Stegra einen Vertrag über die Lieferung von Stahl aus dem Stegra-Werk in Boden, Schweden, unterzeichnet.

CO2 Dekarbonisierung Erneuerbare Energien Grüner Stahl Grüner Wasserstoff Qualitätsanforderungen Stahl Stahlindustrie Stahlverarbeitung Wasserstoff
Mehr erfahren
11.01.2026

Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau November 2025

Die Auftragslage im Maschinen- und Anlagenbau hat sich in den Schlussmonaten des Jahres 2025 wieder etwas erholt. Auf das Orderplus im Oktober folgte auch im November ein...

Anlagenbau Auftragslage Maschinen- und Anlagenbau Maschinenbau Politik Unternehmen Wachstum Wirtschaft
Mehr erfahren