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03.10.2021

BMBF-Bericht: Erfreulicher Trend bei der Weiterbildung, auch in Corona-Zeiten

BMBF-Bericht: Erfreulicher Trend bei der Weiterbildung, auch in Corona-Zeiten

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Bericht „Weiterbildungsverhalten in Deutschland 2020“ veröffentlicht. Demnach nahmen 60 Prozent der Erwachsenen im vergangenen Jahr an mindestens einer Weiterbildung teil.

„Immer mehr Menschen bilden sich weiter. Dieser Trend hielt erfreulicherweise auch im Corona-Jahr 2020 an, was nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre“, so Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Der sogenannte Adult Education Survey 2020, mit dem das Weiterbildungsverhalten der Bevölkerung erhoben wird, nennt als wichtigste Ergebnisse: Sechs von zehn Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren haben im vorigen Jahr an mindestens einer Weiterbildung teilgenommen. Innerhalb von vier Jahren hat sich die Quote damit um zehn Prozentpunkte erhöht.

Mehrheit ist sich der Notwendigkeit des lebenslangen Lernens bewusst

Die Mehrheit der Deutschen sei sich der Notwendigkeit des lebenslangen Lernens also bewusst, so Karliczek. Dies gilt besonders für Erwachsene mit einem hohen Bildungsstand, die weiterhin am häufigsten an Weiterbildungen teilnehmen. Aber auch bei geringer Gebildeten gibt es eine deutliche Zunahme. Die Quote ist bei Erwachsenen mit einfachem Schulabschluss in den letzten zehn Jahren von 27 Prozent auf 44 Prozent gestiegen. „Dies zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber wir müssen noch besser werden. Denn gerade Geringqualifizierte sollten ihre Qualifikationen ausbauen, um auf dem Arbeitsmarkt Erfolg zu haben“, betont Karliczek.

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Weiterbildung wird immer wichtiger, weil sich die Arbeitswelt durch die Digitalisierung verändert. Dies zeigt sich auch daran, dass immer mehr Beschäftige an der betrieblichen Weiterbildung teilnehmen – 2020 war es fast jeder Zweite. Das sind acht Prozentpunkte mehr als bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern diesen erfreulichen Trend weiter stärken“, sagt Anja Karliczek. „Über die Nationale Weiterbildungsstrategie bauen wir die Weiterbildungskultur in Deutschland aus. So nutzen wir die Chancen, die der digitale Wandel mit sich bringt. Gleichzeitig müssen wir uns bewusst sein, dass dieser Wandel bei vielen Menschen für Unsicherheit sorgt. Es gilt daher, durch gute Begleitung und passende Angebote diese Unsicherheit zu minimieren.“

Hintergrund

Der Adult Education Survey wird seit 2007 im Abstand von zwei bis drei Jahren in Deutschland durchgeführt. Er hat das Berichtssystem Weiterbildung abgelöst, mit dem bereits seit Anfang der 70er Jahre Daten zum Weiterbildungsverhalten der Bevölkerung in Deutschland erhoben werden. Alle vier Jahre findet die Erhebung europaweit statt, zuletzt im Jahr 2016. Für die vorliegende Studie hat Kantar Public im zweiten Halbjahr 2020 im Auftrag des BMBF insgesamt rund 5.800 Interviews mit Personen ab 18 Jahren durchgeführt.

Die Studie kann als kostenfreie PDF-Datei hier heruntergeladen werden.

(Quelle: Presseinformation des BMBF)

Schlagworte

ArbeitsmarktArbeitsweltBildungDigitalisierungLernenQualifikationWeiterbildung

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