Wirtschaft
© pixabay.com/gepharts3d
18.09.2023

EU-Parlament erkennt strategische Bedeutung von Aluminium an

EU-Parlament erkennt strategische Bedeutung von Aluminium an

Im laufenden Gesetzgebungsverfahren zu Kritischen Rohstoffen (Critical Raw Materials Act) hat das Europäische Parlament am 14. September beschlossen, Aluminium auf die Liste der Strategischen Rohstoffe zu setzen. Zuvor hatte der Europäische Rat in seiner Position Aluminium ebenfalls einbezogen.

Rob van Gils, Präsident von Aluminium Deutschland, betonte: „Es ist richtig und wichtig, dass auch das Parlament den Stellenwert würdigt, den Aluminium für den Green Deal hat. In vielen Technologien und Gütern, die für die Transformation unverzichtbar sind, stecken große Mengen Aluminium. In den nun folgenden Trilogverhandlungen und dem fertigen Gesetz
müssen die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger diese zentrale Rolle unseres Werkstoffs unbedingt weiterhin anerkennen.“

AD-Verbandsumfrage zeigt: Deutsche Aluminiumindustrie weiter im Krisenmodus

Aus einer von Aluminium Deutschland durchgeführten Mitgliederbefragung geht hervor, dass die Versorgungs- und Preissituation auf den Energiemärkten für rund die Hälfte der Unternehmen unverändert schlecht ist. Jedes siebte Unternehmen gab an, dass sich die Situation sogar verschlechtert hat. Für die kommenden Monate erwarten 40 Prozent eine teils deutliche Anspannung der Lage. Darüber hinaus schätzen drei Viertel der Befragten die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland als gering oder sehr gering ein. Kein Unternehmen beurteilt sie als hoch oder sehr hoch. Neben Kapazitätskürzungen (37 Prozent) sind 31 Prozent der Unternehmen dazu gezwungen, Kurzarbeit einzuführen. Weitere 18 Prozent bauen Stellen ab und 8 Prozent verlagern Teile ihrer Produktion ins Ausland.

Van Gils weiter: „Während Aluminium essenziell für die Transformation ist, befindet sich die deutsche Aluminiumindustrie in einer handfesten Krise. Wir sehen deutliche Rückgänge in den Auftragsbüchern. Das widerspricht dem politischen Ziel, Europa grüner und resilienter zu machen. Drei Viertel des weltweiten Primäraluminiums werden in China, Russland und dem Nahen Osten hergestellt – mit allen Konsequenzen für die Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas. Deswegen appelliere ich an die Vernunft in Berlin. Dort müssen die handelnden Personen dringend einen Weg finden die Situation zu entschärfen bis grüne Energie flächendeckend und günstig verfügbar ist.“

(Quelle: Presseinformation von Aluminium Deutschland e. V. (AD))

Schlagworte

AluminiumEnergiewendeIndustriestandort DeutschlandKritische RohstoffeWerkstoffe

Verwandte Artikel

09.09.2026

Eural Gnutti feiert sein Debüt auf der AMB

Eural Gnutti feiert sein Debüt auf der AMB, der internationalen Fachmesse für Metallbearbeitung, die vom 15. bis 19. September in Stuttgart stattfindet.

Aluminium Aluminiumlegierungen AMB Bleifrei Bohren CNC-Anlage Drehen Fachmesse Fräsen Legierungen Metallbearbeitung Recycling Strangpressstangen
Mehr erfahren
27.08.2026

Mobiles Hartlötgerät für Montage und Baustelle

Mit dem Transporter hat Perkeo Werk ein kompaktes Hartlötgerät für Montage- und Baustelleneinsätze entwickelt. Das TÜV-geprüfte und nach Herstellerangaben ADR- sowie GGVS...

Aluminium Druckgasflaschen Gasflaschen GSI HLB Klimatechnik Kunststoff Schlauchpaket Stahlblech
Mehr erfahren
EvoWeld Generation 2 - die flexible Lösung. Auch geeignet für das Evo2Step-Verfahren, mit dem absorbierende Kunststoffe gefügt werden können.
23.08.2026

Laser-Kunststoffschweißen auf der Fakuma 2026

Evosys Laser zeigt auf der Fakuma Anlagen und Verfahren für das Laser-Kunststoffschweißen. Das Unternehmen stellt vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen in Halle...

FAKUMA Kunststoff Kunststoffschweißen Kunststoffverarbeitung Prozessparameter Schweißen Werkstoffe
Mehr erfahren
11.08.2026

Aluminiumkennzeichnung für rückverfolgbare Produktionsprozesse

REA Elektronik zeigt auf der Aluminium 2026 Systeme zur industriellen Kennzeichnung und Codeprüfung. Im Mittelpunkt stehen Lösungen für Profile, Barren, Bleche, Coils und...

Aluminiumbau Aluminiumbauteile Aluminiumprofile Aluminiumverarbeitung Automatisierung Automobilindustrie Faserlaser Halbzeuge Laser PPE Produktionsprozess Werkstoffe
Mehr erfahren
Anwendung eines pneumatischen Parallelgreifers
04.08.2026

Digitale Werkstoffauswahl senkt CO₂-Emissionen bei Schunk

Schunk und Cadfem zeigen an einem Industriegreifer, wie Sekundärmaterialien und additive Fertigung die CO₂-Emissionen um bis zu 40 Prozent senken.

3D-Druck Additive Fertigung Additiver Fertigung Aluminium CAD Emissionen Energie Engineering Fertigungsprozess Fertigungsprozesse Fertigungsverfahren Legierungen Produktentwicklung Simulation Stahllegierungen System Werkstoffauswahl
Mehr erfahren