Wirtschaft
Photo by NeONBRAND on Unsplash
04.08.2020

Gestartet: Bundesprogramm zur Sicherung von Ausbildungsplätzen

Gestartet: Bundesprogramm zur Sicherung von Ausbildungsplätzen

Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für die berufliche Zukunft junger Menschen und die Fachkräftesicherung in Deutschland. Pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr starteten am 1. August deshalb wesentliche Teile des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“, mit dem die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehmen fördert. Für dieses Bundesprogramm stehen insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. 410 Millionen Euro davon können für die Maßnahmen der Ersten Förderrichtlinie eingesetzt werden. 

Die Erste Förderrichtlinie enthält:

  • Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 Euro für Betriebe, die – obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat – ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt,
  • Übernahmeprämien an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen

Die entsprechenden Antragsunterlagen werden in dieser Woche auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de zur Verfügung gestellt. Gefördert werden Ausbildungen, die frühestens am 1. August 2020 beginnen. Dies gilt auch, wenn der Ausbildungsvertrag bereits früher abgeschlossen wurde. Die Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung, die ebenfalls Teil des Bundesprogramms zur Sicherung von Ausbildungsplätzen ist, wird in einer Zweiten Förderrichtlinie umgesetzt.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: „Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Und Deutschland braucht diese gut qualifizierten Fachkräfte. Eine gute Ausbildung ist zugleich der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Mir ist wichtig, dass junge Menschen trotz der Corona-Krise eine Ausbildung machen können. Mit dem Schutzschirm für Ausbildung unterstützt die Bundesregierung Unternehmen mit insgesamt 500 Millionen Euro dabei, jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten, fördern wir beispielsweise mit 2.000 Euro pro Ausbildungsplatz. Wer das Ausbildungsniveau steigert, erhält 3.000 Euro für jeden zusätzlichen Azubi. So helfen wir mit, dass die Corona-Krise nicht zu einer Ausbildungskrise wird.“

Photo by Green Chameleon on Unsplash
Photo by Green Chameleon on Unsplash

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Junge Menschen brauchen auch in Zeiten der Pandemie gute Ausbildungschancen und eine verlässliche Perspektive für ihre berufliche Zukunft. Das Bundesprogramm ‚Ausbildungsplätze sichern‘ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag: Junge Menschen sollen auch im Ausbildungsjahr 2020/2021 eine Berufsausbildung beginnen, weiterführen oder erfolgreich abschließen können. Hierfür stellt die Bundesregierung mit einer ersten Förderrichtlinie 410 Millionen Euro zur Verfügung. Ein wichtiges Instrument ist die Übernahmeprämie: Auszubildende, deren Ausbildungsbetriebe Corona-bedingt Insolvenz anmelden mussten, erhalten die Möglichkeit, ihre Ausbildung in einem anderen Betrieb fortzusetzen. Die Prämie ist zugleich ein Anreiz für kleine und mittlere Unternehmen weiter auszubilden. Denn damit Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgeht, sind gut ausgebildete Fachkräfte entscheidend.“  

Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit: „Die Ausbildungsprämie kann dazu beitragen, einen ‚Ausbildungsjahrgang Corona‘ zu verhindern. Wir unterstützen dies, indem wir unter anderem die Auszahlung an die Betriebe organisieren. Vor allem aber wollen wir alles dafür tun, dass Betriebe und Bewerber auch in diesen unsicheren Zeiten zueinanderfinden.“  

(Quelle: Presseinformation der Bundesagentur für Arbeit)

Schlagworte

AusbildungAusbildungsförderungCorona-HilfeCorona-KriseKMU

Verwandte Artikel

Fabian Seus, Leiter Competence Center Arbeitsmarkt im VDMA
19.08.2026

Stellenabbau im Maschinenbau

Zwar haben sich die Aussichten im Maschinen- und Anlagenbau zuletzt leicht aufgehellt, viele Unternehmen sind jedoch weiterhin unterausgelastet. Dies hinterlässt zunehmen...

Anlagenbau Ausbildung Beschäftigung Beschäftigungsabbau Deutschland Fachkräfte Fachkräftemangel Fachkräftesicherung Maschinen- und Anlagenbau Deutschland Maschinenbau Wirschaftsstandort Deutschland Wirtschaft
Mehr erfahren
Teilnehmer an der Vorstandssitzung (v.l.n.r.): Christian Flüss, Stephan Draack, Peter Maxisch, Axel Graupe, Willi Seiger, Heiner Dresrüsse
05.08.2026

Fachverband Metall NW legt Schwerpunkte für das Metallhandwerk fest

Der Vorstand des Fachverbandes Metall NW hat auf seiner Sommersitzung 2026 die strategischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre festgelegt. Dazu zählen die Unterstützun...

Ausbildung Berufsorientierung DIN EU-Maschinenverordnung Handwerk Maschinenverordnung Metall Metallhandwerk Norm Normen TIG
Mehr erfahren
Impression von der Veranstaltung ROBOTER 2022
DVS Group
27.07.2026

ROBOTER 2027: Call for Papers

Für die Tagung und Fachausstellung „ROBOTER 2027“, die am 16. und 17. Februar 2027 in Hannover stattfinden wird, startet ab sofort der Call for Papers.

Additive Fertigung Automatisierung Call for Papers Digitalisierung Fachbeiträge Fügetechnik KMU Konferenz Lichtbogenschweißen Robotik Schweißen Schweißtechnik
Mehr erfahren
20.07.2026

Stephan Egerland neuer Präsident des International Institute of Welding

Stephan Egerland übernimmt das Amt des Präsidenten des International Institute of Welding (IIW) für die kommende dreijährige Funktionsperiode.

Ausbildung Forschung Fügetechnik IIW Netzwerk Präsidentschaft Schweißen Schweißprozesse Wissenschaft Zertifizierung
Mehr erfahren
Schulen und Hochschulen erhalten ein Gesamtkonzept, das den Einstieg in die industrielle Automatisierung vereinfacht.
26.06.2026

Robotik praxisnah in Schule und Studium vermitteln

Neue Lernzellen, Schulungen und Simulationslösungen unterstützen bei der Vermittlung moderner Automatisierungstechnologien.

Ausbildung Automatisierung Berufsschulen Bildungseinrichtungen Bildverarbeitung Cobot Hochschulen Robotik Schulungen Technologien
Mehr erfahren