Forschung
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13.03.2021

Mehr Frauen in Spitzenpositionen von Wissenschaft und Forschung

Mehr Frauen in Spitzenpositionen von Wissenschaft und Forschung

Der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar wurde auch dieses Jahr begangen und weist auf die entscheidende Rolle hin, die Mädchen und Frauen in Wissenschaft und Technologie spielen. Aus diesem Anlass erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Deutschland ist Innovationsland. Unser größter Schatz sind die vielen klugen Menschen in unserem Land. Auf ihren Schultern basiert unser Wohlstand und unser hoher Lebensstandard. Um den großen Herausforderungen unserer Zeit – von Pandemie bis Klimawandel – erfolgreich begegnen zu können, müssen wir unsere Potentiale voll ausschöpfen. Wir brauchen im 21. Jahrhundert mehr Frauen in Spitzenpositionen von Wissenschaft und Forschung! Hier sehe ich noch Luft nach oben.

Das Bundesforschungsministerium ist in diesem Sinne aktiv und hat bereits ein Bündel von Maßnahmen aufgelegt. So hat das erfolgreiche Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder wesentlich dazu beigetragen, die Anzahl der Professorinnen an Hochschulen in Deutschland nachhaltig zu erhöhen. Ich freue mich, dass ihr Anteil so von rund 16 Prozent im Jahr 2007 auf nahezu 25 Prozent gesteigert werden konnte.“

Wissenschaftliche Leistungen und innovative Ideen von Frauen in der Gesellschaft sichtbarer machen: Das ist das Ziel des Förderschwerpunkts „Innovative Frauen im Fokus“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf den Weg gebracht hat. - © Getty Images / pixelfit
Wissenschaftliche Leistungen und innovative Ideen von Frauen in der Gesellschaft sichtbarer machen: Das ist das Ziel des Förderschwerpunkts „Innovative Frauen im Fokus“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf den Weg gebracht hat. © Getty Images / pixelfit

„Mit dem neuen Förderschwerpunkt ,Innovative Frauen im Fokus‘ fördern wir von 2020 bis 2026 mit 41 Mio. Euro Forschungsprojekte sowie Umsetzungs- und Verstetigungsmaßnahmen, die die Sichtbarkeit von Frauen, ihrer Leistungen und ihres Potenzials in Wissenschaft, Innovation und Gesellschaft weiter erhöhen“, so Anja Karliczek weiter.

„Junge Frauen erhalten so in der Öffentlichkeit wirksame, neue Rollenvorbilder, die sie dabei unterstützen, eine Berufswahl anhand ihrer Talente unabhängig von althergebrachten Rollenklischees zu treffen. Nur so gewinnen wir die besten Talente zur Lösung heutiger wie künftiger Herausforderungen. Dies wird auch über unseren Förderschwerpunkt ‚Erfolg mit MINT – Neue Chancen für Frauen‘ und gemeinsam mit über 360 Partnern im Nationalen Pakt für Frauen in MINT‑Berufen ‚Komm, mach MINT.‘, der Teil des MINT-Aktionsplans ist, weiter unterstützt. Wir fördern so das Potenzial unserer jungen, gut ausgebildeten Frauengeneration für zukunftsträchtige Berufe im MINT-Bereich. Auch durch die vielfältigen Angebote rund um den Girls' Day werden jedes Jahr Schülerinnen für Studiengänge und Berufskarrieren im MINT-Bereich begeistert.“

Hintergrund

Das „Professorinnenprogramm“ wurde 2008 vom BMBF gemeinsam mit den Ländern aufgelegt, um die Anzahl von Frauen in Spitzenpositionen im Wissenschaftssystem zu erhöhen, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem zu verbessern und so einen Beitrag zu mehr Geschlechtergerechtigkeit zu leisten. In der jetzigen dritten Phase stehen insgesamt 200 Millionen Euro zur Verfügung. Dies entspricht einer Steigerung um 33 Prozent gegenüber den ersten beiden Programmphasen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die neue Förderrichtlinie „Innovative Frauen im Fokus“ fördert forschende und wissensvermittelnde Einrichtungen bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien zur Erhöhung der Sichtbarkeit und Repräsentanz von Frauen in Wissenschaft, Forschung und Innovation und deren struktureller Verankerung in Organisationen. Im Zeitraum 2020 bis 2026 hat das BMBF Mittel in Höhe von 41 Mio. Euro (davon 36 Mio. Euro für Forschungs- und Umsetzungsprojekte sowie 5 Mio. Euro für ein Metavorhaben) für den neuen Förderschwerpunkt bereitgestellt. Weitere Informationen sowie die Förderrichtlinie finden Sie hier.

Seit 2008 verpflichten sich im Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen – „Komm, mach MINT.“ inzwischen über 360 Partner aus Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Sozialpartnern, Medien und Politik zur Umsetzung innovativer Maßnahmen mit dem Ziel, Mädchen und Frauen für MINT-Berufe zu begeistern und den Anteil an Studienanfängerinnen in MINT-Fächern zu steigern.

In der Förderrichtlinie „Erfolg mit MINT – Neue Chancen für Frauen“ haben seit 2016 mit einem Gesamtbudget von über 20 Mio. Euro insgesamt 55 Projekte vielfältige Strategien entwickelt, um MINT-Karrierewege von Mädchen und Frauen auch im Kontext der Digitalisierung zu befördern.

Beim jährlich in ganz Deutschland stattfindenden Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag können Schülerinnen Einblicke in MINT-Berufsfelder erhalten. Über 10.000 Unternehmen, Abteilungen, Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen nahmen 2019 am Girls' Day teil und vermittelten auf rund 100.000 Plätzen in Laboren, Büros und Werkstätten einen Einblick in ihre Arbeit. Dieses Jahr findet der Aktionstag am 22. April 2021 pandemiebedingt digital statt.

(Quelle: Presseinformation des BMBF)

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BerufEntwicklungForschungKarriereMINTQualifikationWissenschaft

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