Das Kunststoff-Zentrum SKZ erweitert sein Portfolio in der Oberflächenbehandlung um ein modernes CO₂-Schneestrahlverfahren. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Anlage stärkt das Institut sowohl seine Forschungsaktivitäten als auch sein Dienstleistungsangebot für die Industrie. Ziel ist es, Kunststoffoberflächen effizient, materialschonend und prozesssicher zu reinigen und für nachfolgende Fertigungsschritte optimal vorzubereiten.
Erweiterung der Oberflächentechnik für industrielle Anwendungen
Mit dem Einsatz eines CO₂-Schneestrahlgeräts vom Typ JetWorker P16 der acp systems AG baut das SKZ seine technische Infrastruktur gezielt aus. Die Anlage basiert auf der quattroClean-Technologie und wird insbesondere in Forschungsprojekten zur Oberflächenreinigung und Vorbehandlung eingesetzt.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der gezielten Optimierung von Rezyklatoberflächen, die für viele Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Durch die neue Technologie lassen sich relevante Prozessparameter direkt unter industrienahen Bedingungen untersuchen und übertragen.
Trockene und rückstandsfreie Reinigung für stabile Prozesse
Das CO₂-Schneestrahlverfahren kombiniert Druckluft mit festem Kohlendioxid und ermöglicht eine trockene, chemikalienfreie Reinigung. Verunreinigungen wie Partikel, Fasern oder filmische Rückstände werden zuverlässig entfernt, ohne dass zusätzliche Trocknungsschritte erforderlich sind.
Durch die präzise Steuerung von Druckluft und CO₂-Zufluss kann die Reinigungsintensität exakt an unterschiedliche Materialien angepasst werden. Dies sorgt für reproduzierbare Ergebnisse und eine hohe Prozessstabilität, was insbesondere für industrielle Anwendungen entscheidend ist.
Effiziente Vorbehandlung für Kleben und Beschichten
Saubere und aktivierte Oberflächen sind eine zentrale Voraussetzung für stabile Verbindungen und hochwertige Beschichtungen. Das neue Verfahren eignet sich daher besonders für Anwendungen im Bereich Kleben und Oberflächentechnik, bei denen eine zuverlässige Vorbehandlung entscheidend ist.
Da das Verfahren ohne chemische Zusätze arbeitet und keine Rückstände hinterlässt, trägt es zudem zu nachhaltigen und ressourcenschonenden Produktionsprozessen bei. Gleichzeitig ermöglicht es eine schonende Behandlung empfindlicher Kunststoffoberflächen, ohne deren Struktur zu beeinträchtigen.
Forschung und industrielle Dienstleistungen aus einer Hand
Die neue Anlage steht sowohl für interne Forschungsprojekte als auch für industrielle Anwendungen zur Verfügung. Unternehmen können das Verfahren nutzen, um Reinigungs- und Vorbehandlungsprozesse zu optimieren und unter realistischen Bedingungen zu testen.
Mit dieser Erweiterung unterstreicht das SKZ seine Rolle als industrienaher Forschungspartner, der innovative Verfahren schnell in die Praxis überführt. Als Mitglied der Zuse-Gemeinschaft trägt das Institut zudem dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere mittelständischer Unternehmen durch anwendungsnahe Forschung zu stärken.
(Quelle: SKZ)
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