Forschung
© TU Dresden
06.06.2020

Selbstreinigende Aluminium-Oberflächen

Im „CAMP“ arbeiten TU Dresden und Fraunhofer IWS an der Übertragung großflächiger filigraner Strukturen auf Oberflächen

Das Verfahren wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IWS entwickelt. Gemeinsam mit dem Dresdner Institut betreibt die Professur für laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung an der TU Dresden mit das Zentrum „CAMP –Center for Advanced Micro Photonics“.

Professor Lasagni: „Wir arbeiten aktuell an mehreren spannenden Projekten, mit dem Ziel großflächig filigrane Strukturen auf Metallen, Keramiken oder Polymeren in kürzester Zeit zu erzeugen“. Darin entwickeln die Wissenschaftler kontinuierlich eine Technologie namens „Direct Laser Interference Patterning“ weiter, die außergewöhnliche Eigenschaften im Vergleich zu klassischen laserbasierten Verfahren bietet.

Beispiele für solche Entwicklungen finden sich in den von der Europäischen Union geförderten Projekten „LAMPAS“ und „SHARK“, in denen Laserquellen und intelligente Strukturierungsverfahren die Funktionalisierung von Oberflächen aufverschiedenen Anwendungsgebieten, wie z. B. der Automobil-, Lebensmittel-und Haushaltsgeräteindustrie, lukrativ machen sollen.

Hintergrund

Die Arbeit „Herstellung von großflächigen, zwei-und dreistufigen multi-skaligen Strukturen mit multifunktionalen Oberflächeneigenschaften mittels Laserbasierten Methoden“ wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Reinhart Koselleck-Projektes gefördert. Geleitet wird das Projekt von Professor Andrés Lasagni, Inhaber der Professur für Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung (LMO). Der vollständige Artikel kann in der Zeitschrift Applied Surface Science nachgelesen werden. Dr. Marcos Soldera unterstützte die Forschung. Er folgte dem Ruf der Alexander von Humboldt-Stiftung aus Argentinien nach Deutschland, um angewandte Forschung zu betreiben.

Ein Projektteam der TU Dresden und des Fraunhofer IWS strukturierte eine Aluminiumplatte so, dass Wassertropfen darauf nicht mehr haften und Schmutzpartikel von der Oberfläche entfernt werden können (Dr. Marcos Soldera, Thomas Kuntze, Stephan Milles und Professor Andrés Fabián Lasagni, v. l.). - © TU Dresden
Ein Projektteam der TU Dresden und des Fraunhofer IWS strukturierte eine Aluminiumplatte so, dass Wassertropfen darauf nicht mehr haften und Schmutzpartikel von der Oberfläche entfernt werden können (Dr. Marcos Soldera, Thomas Kuntze, Stephan Milles und Professor Andrés Fabián Lasagni, v. l.). © TU Dresden

Eine kurze Filmsequenz des Selbstreinigungsprinzips finden Sie hier.

(Quelle: Presseinformation des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS)

Schlagworte

Additive FertigungAluminiumAutomobilindustrieFertigungsverfahrenFlugzeugbauFunktionalisierte OberflächenLaserschneidenLaserschweißenLasertechnologie

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