Trendthema
© pixabay.com/Klaus Aires Alves
18.07.2021

Tschüss Fax: Unternehmen digitalisieren ihre Kommunikation

Tschüss Fax: Unternehmen digitalisieren ihre Kommunikation

Im Büroalltag verliert das Faxgerät stetig an Bedeutung. Unternehmen setzen vermehrt auf digitale Lösungen zur Kommunikation und Interaktion im Geschäftsalltag. So hat sich der Anteil der Unternehmen, die das Fax häufig oder sehr häufig nutzen, seit 2016 fast halbiert: Vor fünf Jahren gaben acht von zehn Unternehmen (79 Prozent) an, häufig via Fax nach innen und außen zu kommunizieren. Heute sind es noch ca. vier von zehn (43 Prozent). E-Mail (100 Prozent) und Festnetz-Telefon (98 Prozent) bleiben als Kommunikationskanäle dominant, doch Smartphones (89 Prozent), Onlinemeetings (67 Prozent), Messenger-Dienste (66 Prozent) und Kunden- oder Mitarbeiterportale (60 Prozent) holen auf.

Das zeigt eine repräsentative Befragung von mehr als 500 Unternehmen aller Branchen, die vom Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben wurde. „Wie schnell der Wandlungsprozess in den Unternehmen vonstattengeht, ist stark abhängig von der Branche und von Unternehmensspezifika. Banken und Finanzdienstleister sind bei der Digitalisierung beispielsweise weit vorne. Die Transport- und Logistikbranche muss hingegen aufholen“, erklärt Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom.

Auch die Büro- und Verwaltungsprozesse insgesamt werden stärker digitalisiert. Britze: „Die Zettelwirtschaft verschwindet langsam, aber sicher aus den Unternehmen.“ So liefen 2016 in jedem dritten Unternehmen (34 Prozent) die meisten Geschäftsprozesse papierbasiert ab, 2021 noch in knapp jedem Vierten (23 Prozent). Umgekehrt wird in einem Drittel der Unternehmen (34 Prozent) überwiegend papierlos gearbeitet, deutlich mehr als noch vor fünf Jahren (2016: 27 Prozent).

© Bitkom
© Bitkom

Vor allem große Unternehmen ab 500 Mitarbeitenden verzichten zunehmend auf Papier. Vier von zehn (42 Prozent) haben den Großteil ihrer Prozesse bereits digitalisiert, 13 Prozent davon vollständig. Etwa genauso viele sind es bei den Unternehmen zwischen 100 und 499 Mitarbeitenden (12 Prozent). Bei kleinen Unternehmen zwischen 20 und 99 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verzichten nur sechs Prozent gänzlich auf Papier. „Große Unternehmen sind Vorreiter der digitalen Zusammenarbeit“, erklärt der Bitkom-Experte.

Der Business Communication Solutions (BCS) Navigator 2021 schafft einen Überblick bei der Digitalisierung von Kommunikationskanälen

Angesichts der Vielzahl von Kommunikationskanälen, die Unternehmen heute bereitstellen müssen, hat Bitkom einen Navigator entwickelt. Er dient als Orientierungshilfe, um Hersteller und ihre Produkte sowie Dienstleister im Bereich Business Communications einordnen zu können. Er zeigt auf, welche Möglichkeiten Systemhersteller und Dienstleister bieten, um ihre Kundinnen und Kunden bei der Digitalisierung und Verbesserung von Kommunikations- und Geschäftsprozessen zu unterstützen. Unternehmen, die auf der Suche nach einem passenden Anbieter sind, erhalten einen Überblick über die aktuelle Systemlandschaft und somit eine Entscheidungshilfe für die Produkt- und Lösungswahl.

Hier können Sie sich den Business Communications Solutions Navigator des Bitkom herunterladen:

(Quelle: Presseinformation des Digitalverbandes Bikom e. V.)

Schlagworte

DigitalisierungInformationKommunikationVerwaltungWirtschaft

Verwandte Artikel

18.10.2021

VDI: Treibhausgasneutralität ist oberstes Ziel

Der Druck auf die nächste Bundesregierung groß: Schon in den kommenden Monaten muss sie die Weichen stellen, damit eine treibhausgasneutrale Zukunft Deutschlands bis 2045...

Digitalisierung Energiewende Klimaschutz Mobilität
Mehr erfahren
13.10.2021

Lieferkettenprobleme bremsen Metallhandwerk aus

Die anhaltenden Probleme innerhalb der Lieferketten verhindern auch weiterhin positivere Entwicklungen im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk. Preissteigerungen und in...

Fachkräftesicherung Lieferketten Metallhandwerk Wirtschaft
Mehr erfahren
Schweissen und Schneiden
12.10.2021

Schweißen und Schneiden 2020: Produktion, Importe und Exporte im Zeichen der Pandemie

Der Produktionswert deutscher Schweißtechnik sank im Jahr 2020 um 15,6%. Pandemiebedingt verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft um 3,5%.

Export Exporte Fügetechnik Import Importe Internationales Produktion Statistik Trenntechnik Volkswirtschaft Wirtschaft
Mehr erfahren
Vorstandsvorsitzende Susanne Szczesny-Oßing und Aufsichtsratsvorsitzende Angelika Szczesny-Kluge sind stolz auf die Auszeichnung.
08.10.2021

Großer Preis des Mittelstandes an EWM verliehen

Zwölf Landesjurys und eine Abschlussjury mit insgesamt rund 100 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sind sich einig: EWM gehört zu den wichtigsten Unt...

Arbeitsschutz Digitalisierung Fügetechnik Nachhaltigkeit Nachwuchsförderung Schweißtechnik
Mehr erfahren
08.10.2021

Die 4. AMTC hat die Industrialisierung der Additiven Fertigung zum Thema

Die Additive Fertigung ändert die Welt. Über 60 Redner, unter anderem von Boeing, Siemens, McKinsey, Audi, RWTH und TUM, sind für das diesjährige führende globale Branche...

Additive Fertigung Digitalisierung
Mehr erfahren