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10.07.2026

Wirtschaftliche Lage im Metallhandwerk bleibt herausfordernd

Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 bleibt die wirtschaftliche Lage im Metallhandwerk angespannt. Mehr als jeder dritte Feinwerkmechaniker und jeder achte Metallbauer bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als mangelhaft oder schlechter. Ein wesentlicher Einflussfaktor ist der rückläufige Auftragsbestand im zweiten Quartal, von dem etwa jedes zweite Metallunternehmen betroffen ist.

Für das laufende Jahr rechnen nur 6,8 % der Metallbauer und knapp 18 % der Feinwerkmechaniker mit einer positiven Entwicklung ihres Unternehmens. Gleichzeitig erwartet rund die Hälfte der Metallbauer und rund ein Drittel der Feinwerkmechaniker eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. Die Investitionsneigung bleibt mit rund 25 % der befragten Unternehmen auf niedrigem Niveau.

Als zentrale wirtschaftliche Herausforderungen nennen die Betriebe einen zunehmenden Preiswettbewerb (rund 60 %) mit Auswirkungen auf die Margen sowie einen steigenden Auftragsmangel (51 %). Darüber hinaus werden höhere Bürokratiekosten und der Fachkräftemangel von jeweils 56 % der Befragten als relevante Belastungsfaktoren angegeben.

Auch im Metallhandwerk werden zunehmende Hürden bei der Kreditvergabe genannt. Mit rund 13 % der Nennungen liegt dieser Wert jedoch weiterhin unter den aktuell von der KfW veröffentlichten Zahlen, nach denen vier von zehn mittelständischen Unternehmen von Schwierigkeiten bei der Kreditvergabe berichten.

„Nach wie vor sind große Teile des Metallhandwerks stark von der allgemeinen Krise der deutschen Wirtschaft betroffen. Seit Jahren stellen wir in unseren Konjunkturblitzlichtern fest, dass viele Unternehmen mit wechselnden, aber stets herausfordernden Rahmenbedingungen konfrontiert werden. Aktuell treffen steigende Kosten und zunehmender Preiswettbewerb auf eine schwache Nachfrage – eine Kombination, die das wirtschaftliche Überleben vieler Unternehmen gefährdet. Entlastungen, insbesondere durch den geplanten Bürokratieabbau und eine Rückführung der Lohnzusatzkosten unter die 40-Prozent-Marke, sind deshalb existenzielle Forderungen des Metallhandwerks. Und das möglichst schnell“, kommentiert Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW, die Ergebnisse des aktuellen Konjunkturblitzlichtes. Er ergänzt, dass die anstehende Sommerpause der Politik nicht für weitere kleinteilige parteipolitische Scharmützel genutzt werden dürfe: „Nachhaltige Reformen braucht es jetzt!“

Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW - © Fachverbandes Metall NW
Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW © Fachverbandes Metall NW

(Quelle: Fachverband Metall NW)

Schlagworte

AuftragslageBürokratieabbauFeinwerkmechanikerInvestitionenMetallbauerMetalleMetallhandwerkWirtschaftliche Lage

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