Die AIF – Allianz für Industrie und Forschung e. V. hat einen neuen Beirat berufen. Das Gremium kam am 6. Juli 2026 in Berlin zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Ihm gehören 18 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wirtschaftsverbänden und Wissenschaft an, darunter die beiden Ehrenmitglieder Dr. h. c. Edelgard Buhlmahn, Bundesministerin a. D., und Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, Bundesminister a. D.
Der Beirat berät das Präsidium der AIF in Fragen der Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik. Die Mitglieder des Beirats und des Präsidiums sind ehrenamtlich tätig.
„Die Gründung des Beirates ist Teil der Strategieneuausrichtung der AIF – Allianz für Industrie und Forschung. Wir bieten den Forschungsvereinigungen eine gemeinsame Stimme, vertretenihre Interessen in Politik und Wissenschaft und geben Impulse für die Forschungs- und Innovationspolitik des Bundes. Den Einsatz aller Mitglieder des hochkarätig besetzten Beirates der AIF schätzen wir sehr“, erklärt der AIF-Vorstand Thomas Reiche.
Für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) spricht sich der Beirat für eine verlässliche finanzielle Ausstattung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aus. Im Jahr 2025 entfielen rund 67 Prozent der IGF-Fördermittel auf die Forschungsvereinigungen der AIF. Über Branchen wie Ernährung, Stahl, Textil, Bau und Beton hinaus gehören alle großen Industrien zum Dachverband der AIF.
Stimmen aus dem neuen Beirat
Prof. Dr.-Ing. Holger Erth, Geschäftsführer der Textilausrüstung Pfand GmbH, gehört zu den Wirtschaftsvertretern im Beirat. Er beschreibt sein Engagement für die AIF so: „In meiner unternehmerischen Arbeit wird tagtäglich klar, wie überlebenswichtig Innovationen sind. Das europaweit einmalige System der Gemeinschaftsforschung unterstütze ich unbedingt unter dem Dach der AIF.“ Die AIF solle sich, laut Erth, in Sachen Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand und IGF „weiter einmischen“, denn der Mittelstand brauche dringend diese starke Rückendeckung.
Dr. Lina Seitzl, Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied im Ausschuss Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages, würdigt die Forschungsprogramme als wesentlichen Beitrag für die Rückgewinnung der Technologieführerschaft Deutschlands in der Welt. „Unsere Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen dafür weiter zu verbessern und damit auch die Unternehmen zur angewandten Forschung zu motivieren. So unterstütze ich gern das Netzwerk der AIF.“
Stephan Albani, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Obmann im Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung, begleitet die Arbeit der AIF seit vielen Jahren. Er betont: „Die Forschungsförderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums, insbesondere die Industrielle Gemeinschaftsforschung, werden von den AIF-Forschungsvereinigungen in Kooperation mit zehntausenden Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen umgesetzt. Die daraus entstehenden Ergebnisse ermöglichen innovative und weltmarktfähige Produkte und Technologien. Damit ist die AIF ein elementarer Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes, der gestärkt und ausgebaut werden muss. Hier stehe ich gern zur Seite.“
Sibylle Gabler, Mitglied der Geschäftsleitung des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN), unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den AIF-Forschungsvereinigungen: „Standards und Normen können bei industriellen Forschungsprojekten einen Beitrag zum Wissenstransfer und zum Weg auf internationale Märkte leisten. Das geht durch den Rückgriff auf bestehende Normen, deren Aktualisierung durch neue Erkenntnisse sowie neue Standards.“
(Quelle: AIF – Allianz für Industrie und Forschung e.V.)
Schlagworte
EhrenamtForschungForschungsvereinigungenIndustrieIndustrielle GemeinschaftsforschungInnovationenNormungPolitikRaumfahrtStrategieausrichtungTechnologieTechnologienVorstandWirtschaftWissenschaft