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20.10.2025

DVS Forschung begrüßt Haushaltsneustart der Bundesregierung

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„Der Bundeshaushalt 2025 – eine der größten Herausforderungen in diesem besonderen Wahljahr – steht. Damit können die Forschungsförderprogramme, die Innovationen in Deutschland sichern, endlich wieder vollständig wirken“, sagt Dipl.-Ing. Jens Jerzembeck, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS, kurz DVS Forschung, und Vorstand der AIF – Allianz für Industrie und Forschung e. V.

Es zeige sich eine Konsolidierung der im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ressortierten Forschungsmittel auf hohem Niveau, so der AIF-Vorstand. Die Gesamtmittelsumme für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), das Innovationsprogramm Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) und die Förderung der Innovationskompetenz mit gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen (INNO-KOM) könnte von 2024 (687 Millionen Euro) bis 2026 (804 Millionen Euro) im Einzelplan 09 zweistellige Wachstumsraten verzeichnen. Die 2026er Zahlen beziehen sich auf den Kabinettsbeschluss von Ende Juli 2025 in Vorbereitung des Bundeshaushaltsgesetzes für das kommende Jahr. 

Gesellschaftliche Investition in die Zukunftsfähigkeit

„Diese gesellschaftliche Investition ist von enormer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit deutscher mittelständischer und Industrieunternehmen, die das Fundament der deutschen Wirtschaft bilden. Nach dem Rumpfjahr 2025 ist ein Anstieg der Mittel für die Programme in 2026 absehbar und unbedingt notwendig“, analysiert Jerzembeck. „Für ZIM und IGP zusammen registrieren wir zunächst eine erfreuliche Steigerung in Höhe von 39 Millionen Euro – das heißt von 519 Millionen Euro in 2025 auf geplante 558 Millionen Euro für 2026. Darin sehen wir ein Signal in die richtige Richtung für eine Unterstützung der Zukunftsfähigkeit von forschenden Unternehmen in unserem Land. Innovationen sind die Grundlage, um unter anderem der Ressourcenknappheit zu begegnen, Energieeinsparungen effektiv umzusetzen und auch die Dekarbonisierung und Digitalisierung weiter voranzutreiben“, erklärt er weiter. IGF und INNO-KOM müssten dagegen bisher mit Einschnitten rechnen. „Das entspricht nicht den Bedarfen der forschungsaffinen Unternehmen“, kritisiert der AIF-Vorstand. Nach der Aufstockung von 2024 auf 2025 um 4,5 Millionen Euro beim europaweit einzigartigen Forschungsförderprogramm „Industrielle Gemeinschaftsforschung“ sind für 2026 mit knapp 178,5 Millionen Euro zwei Millionen Euro weniger als im Vorjahr geplant.

Missverhältnis: Forschung – Sachbearbeitung

Darüber hinaus erinnert Jens Jerzembeck nochmals deutlich an die Umsetzung des umfassenden Bürokratieabbaus. In den vergangenen zwei Jahren habe er, statt eigentlich die Forschungsteams aufzustocken, ausschließlich Sachbearbeiter einstellen müssen. Diese Erfahrung teilt er mit leitenden Kolleginnen und Kollegen aus weiteren industriegetragenen Forschungsvereinigungen, die in der AIF engagiert sind. Die Forschungsvereinigungen begleiten die IGF-Forschungsprojekte von der Idee bis zum Transfer in die Unternehmen. „Wir haben in Deutschland Hundertausende mittelständische Unternehmen, die im Team mit den AIF-Forschungsvereinigungen und Universitäten, Hochschulen oder Instituten hoch innovative Produkte und Technologien entwickeln und zeitnah einsetzen“, hebt Jerzembeck hervor.  Die AIF ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für Mittelstand und Industrie und engagiert sich seit mehr als sieben Jahrzehnten für forschende Unternehmen in Deutschland. Unter ihrem Dach schließen sich industriegetragene Forschungsvereinigungen zusammen, die Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen repräsentieren und Gemeinschaftsforschung organisieren.

(Quelle: DVS)

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