Forschung
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17.12.2021

Europäischer Forschungsraum wird zu großem Binnenmarkt für Wissen

Europäischer Forschungsraum wird zu großem Binnenmarkt für Wissen

Die Forschungsministerinnen und -minister der Europäischen Union haben im Rat für Wettbewerbsfähigkeit in Brüssel den „Pakt für Forschung und Innovation in Europa“ angenommen. Die Einigung geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zurück. Sie  schließt die anderthalbjährige Debatte zur Neuausrichtung des Europäischen Forschungsraums ab und läutet eine neue Phase der engeren Zusammenarbeit in Forschung und Innovation in Europa ein.

Mit der Einigung soll der Europäische Forschungsraum zu einem großen Binnenmarkt für Wissen weiterentwickelt werden. Damit wird Europa als der Raum gestärkt, wo freie und innovative Forschung möglich ist. Es gilt die ökologische und digitale Transformation erfolgreich zu gestalten, exzellente Rahmenbedingungen für Forschung in der gesamten EU zu schaffen, die Investitionen in Innovation und Forschung zu erhöhen und wichtige Reformen voranzutreiben.

Um diese Ziele zu erreichen, wollen die einzelnen EU-Staten künftig strukturierter kooperieren, den Austausch und das voneinander Lernen weiter intensivieren und über die EU-Forschungsförderung hinaus als EU-Mitgliedstaaten mehr Finanzmittel bereitstellen.

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Hintergrund

Deutschland hat während seiner EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 die Neuausrichtung des Europäischen Forschungsraumes angestoßen. Nach intensiven Beratungen schließen die Mitgliedstaaten diesen Prozess nun mit der Einigung auf den „Pakt für Forschung und Innovation in Europa“ noch im Rahmen der Trio-Präsidentschaft von Deutschland, Portugal und Slowenien, die im Dezember 2021 endet, ab.

Zur Umsetzung des Paktes werden eine Reihe von konkreten Maßnahmen gebündelt und als gemeinsame Initiativen der EU-Kommission und EU-Mitgliedstaaten bestärkt. Dazu zählen die weitere Umsetzung der Bonner Erklärung zur Stärkung der Forschungsfreiheit, die Europäische Initiative zum grünen Wasserstoff und die bürgerwissenschaftliche Initiative „Plastic Pirates – Go Europe!“. Diese Initiativen hatte das BMBF im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 angestoßen.

Zu den vereinbarten Maßnahmen gehören zudem Reformen, die wichtige Aspekte des Forschungsalltags betreffen, unter anderem ein verbesserter Zugang zu exzellenten Forschungsinfrastrukturen in der gesamten EU, ein offener Stellenmarkt und Informationen über Karrierechancen im europäischen Ausland sowie die Verbreitung von Gleichstellungsstandards in Wissenschaft und Forschung. Der Europäische Forschungsraum zielt darauf, die Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation in Europa zu verbessern und abzustimmen. Es geht darum, die Forschungssysteme in den Mitgliedstaaten zu reformieren sowie zu modernisieren und auf die gemeinsame europäische Zielsetzung auszurichten, Ressourcen über Grenzen hinweg zu bündeln und damit attraktive Bedingungen für Forschende in ganz Europa zu schaffen.

Weitere Informationen zum europäischen Forschungsraum sind hier zu finden.

(Quelle: Presseinformation des BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung)

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