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Studienvorstellung am 18.10.2023 in Berlin mit (v.l.n.r.) Andreas Findeisen (CDI), Claudia Münch, Alice Greschkow (beide Prognos AG) und Dr. Axel Bree (BMWK). - © CDI
20.10.2023

Studie über Personalbedarfe zur Dekarbonisierung der Industrie

CDI legt neue Studie über Personalbedarfe zur Dekarbonisierung der Industrie vor

Die Dekarbonisierung der Industrie verändert bereits heute Produktions- und Arbeitsprozesse und stellt damit neue Anforderungen an ihre Fachkräfte von morgen. Eine am 18. Oktober 2023 veröffentlichte Studie des Clusters Dekarbonisierung der Industrie (CDI) hat nun den aktuellen Fachkräfte- und Qualifizierungsbedarf der Unternehmen ermittelt. Die Untersuchung gibt Industrie, Bildungs- und Forschungsinstituten sowie politischen Gremien Handlungsempfehlungen, wie die Fachkräftesicherung und -qualifizierung für die Industrietransformation gelingen kann.

Datenerhebung, Analyse und Auswertung für die vorgelegte Personalstudie wurden im Auftrag des CDI von der Berliner Beratunggesellschaft Prognos AG durchgeführt. Branchenübergreifend berichten nahezu alle der gut 200 befragten Unternehmen (95 Prozent) von Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Personal für Fachkräftestellen und Ausbildungsplätze. Nach deren Aussage liegt dies vor allem an zu wenigen Bewerberinnen und Bewerbern pro ausgeschriebene Position. Zudem fehle es auch an erforderlichen Qualifikationen und Kompetenzen. Ein Personalengpass deutet sich besonders in der Industrieproduktion sowie dem Maschinen- und Anlagenbau an. Davon berichteten Dreiviertel aller Befragten.

Interdisziplinäre Expertise entscheidend

Für eine erfolgreiche Einführung neuer Technologien und Verfahren zur Dekarbonisierung sehen die bundesweit befragten Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Branchenverbänden, Forschungseinrichtungen und weiteren Akteuren der energieintensiven Industrien vor allem interdisziplinäre Kompetenzen als entscheidend an. Insbesondere dem prozessübergreifenden und systemischen Denken, der Lösungsfähigkeit sowie der Lernbereitschaft bemessen nahezu alle Befragten (99 Prozent) eine hohe Bedeutung zu.

© stock.adobe.com/Imaging L
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Aus- und Weiterbildung an neue Bedingungen anpassen

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Fachkräfte für die Dekarbonisierungsprozesse sowohl inner- als auch außerbetrieblich in ihrer Fachexpertise geschult und somit an neue Entwicklungen herangeführt werden müssen. Dafür sind gerade im Bereich der Ingenieursberufe Anpassungen an bestehenden Ausbildungscurricula erforderlich.

Als Herausforderung gilt die Schnelligkeit der industriellen Entwicklung. Fähigkeiten und Kenntnisse des Ausbildungspersonals müssen die aktuellen Gegebenheiten widerspiegeln. Nur so können neue Maßnahmen und Anforderungen im Zuge der Dekarbonsierung auch Eingang in die berufliche Qualifikation finden.

Andreas Findeisen, Leiter der CDI-Koordinierungsstelle: „Die Zukunftsperspektive der Transformation hängt wesentlich auch von der Verfügbarkeit qualifizierten Personals ab. Insbesondere, weil sich das Themenfeld so dynamisch entwickelt, gilt es, dem Mangel frühestmöglich entgegenzuwirken. Fachkräftesicherung und -qualifizierung sind entscheidende Bausteine für das Gelingen der Transformation. Das CDI als Multiplikator und Austauschplattform unterstützt dabei, auf das Thema aufmerksam zu machen und zusammen mit seinem Netzwerk passgenaue Lösungen für verschiedene Akteursgruppen zu entwickeln.“

© stock.adobe.com/Quality Stock Arts
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Druckexemplare kostenfrei bestellbar

Auf der interaktiven Website des CDI sind die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst. Neben den grafisch aufgearbeiteten Resultaten finden sich dort auch Angaben zur Methodik sowie eine Executive Summary zum Download. Interessierte können zudem ein kostenfreies Druckexemplar der Studie bestellen.

Zur Studie

Über die Studie

Die Studie „Fachkräfte für die Dekarbonisierung der Industrie: Qualifizierungsbedarf und Handlungsempfehlungen“ wurde von März bis Oktober 2023 im Auftrag des CDI erarbeitet. Die Prognos AG mit Sitz in Berlin führte die Datenerhebung und -auswertung durch. Die Untersuchung basiert auf einer Online-Befragung von 218 Personen aus Unternehmen der energieintensiven Industrien und der Energiewirtschaft inklusive Forschungsinstitutionen und Verbände. Des Weiteren wurden explorativ Fachgespräche mit betrieblichen Vertreter*innen der energieintensiven Industrien und Bildungsexpert*innen durchgeführt, um die gewonnen Erkenntnisse einzuordnen.

Die Studie wurde am 18. Oktober 2023 in Berlin vorgestellt. Nach einer Einführung von Dr. Axel Bree, Leiter des Referats Förderprogramme Dekarbonisierung der Industrie, Klimaschutzverträge des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), sowie Andreas Findeisen, Leiter der CDI Koordinierungsstelle, haben die Studienautorinnen Claudia Münch sowie Alice Greschkow von der Prognos AG die Ergebnisse präsentiert.

(Quelle: Presseinformation des CDI Cluster Dekarbonisierung der Industrie)

Schlagworte

ArbeitsprozesseAusbildungDekarbonisierungFachkräftemangelFachkräftequalifizierungFachkräftesicherungProduktionsprozesseWeiterbildung

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