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Martin und Georg Kölbl (im Bild von links nach rechts) - © MicroStep Europa GmbH
09.04.2026

Vier Schneidtechnologien in einer Fertigung vereint

Kölbl Metallbau aus Tiefenbach in Niederbayern hat ihre Fertigung um eine weitere Schneidtechnologie ergänzt. Neben Plasma-, Autogen- und Wasserstrahlschneiden setzt das Unternehmen seit 2025 auch auf Laserstrahlschneiden. Mit der Investition in eine neue Anlage von MicroStep Europa baut der mittelständische Betrieb seine Bearbeitungskapazitäten im Metall- und Stahlbau weiter aus.

Der Geschäftsführer und Inhaber Georg Kölbl erläutert: „Jede der vier Schneidtechnologien, die wir vor Ort haben, hat ein Existenzrecht, auf keine davon kann verzichtet werden“. Während Plasmaschneiden vor allem bei Blechstärken bis 35 mm eingesetzt wird und als robust gegenüber unterschiedlichen Oberflächenqualitäten gilt, kommt Autogenschneiden insbesondere bei dicken Baustahlblechen bis 150 mm zum Einsatz. Das Wasserstrahlschneiden wird genutzt, wenn thermische Verfahren an ihre Grenzen stoßen oder ein Wärmeeintrag vermieden werden soll, etwa bei Kunststoff, Stein, Glas oder Granit sowie bei filigranen Innenkonturen.

Mit der neuen Laserschneidanlage erweitert Kölbl Metallbau dieses Spektrum um ein Verfahren für präzise Zuschnitte im Dünn- und Mittelblechbereich. Das System vom Typ MSE SmartFL verfügt über einen Arbeitsbereich von 4.000 x 2.000 mm, eine 8-kW-Raycus-Laserquelle sowie einen Schneidkopf der Baureihe Ex-Trabeam von Thermacut. Verarbeitet werden Aluminium, Edelstahl, Baustahl und hochfeste Stähle wie Hardox in Blechstärken von 1 bis 25 mm.

Der MSE SmartFL bei der Kölbl Metallbau verfügt über ein Wechseltischsystem, das die Bearbeitung von Blechen bis 4.000 x 2.000 mm erlaubt. Die 8 kW starke Raycus-Stromquelle sorgt dafür, dass Material bis zu einer Stärke von bis zu 25 mm problemlos qualitativ hochwertig zugeschnitten werden kann. - © MicroStep Europa GmbH
Der MSE SmartFL bei der Kölbl Metallbau verfügt über ein Wechseltischsystem, das die Bearbeitung von Blechen bis 4.000 x 2.000 mm erlaubt. Die 8 kW starke Raycus-Stromquelle sorgt dafür, dass Material bis zu einer Stärke von bis zu 25 mm problemlos qualitativ hochwertig zugeschnitten werden kann. © MicroStep Europa GmbH

Die Laseranlage dient laut Unternehmen vor allem als Ergänzung zu den bestehenden Verfahren. Sie ermöglicht ebenfalls das Schneiden kleiner Innenkonturen und übernimmt damit Aufgaben, die bislang unter anderem mit dem Wasserstrahlschneiden realisiert wurden. Zugleich bleibt das Wasserstrahlsystem für bestimmte Materialien und Anwendungen weiterhin erforderlich.

Geschäftsführer Georg Kölbl begründet die erneute Investition mit den langjährigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit MicroStep Europa. Neben der technischen Ausstattung hebt er ebenfalls die bisherigen Erfahrungen in Beratung, Planung, Schulung und Inbetriebnahme hervor. Positiv bewertet das Unternehmen zudem die kurze Startzeit und die stabile Prozessführung der neuen Anlage.

Mit der Integration des Laserschneidens stärkt Kölbl Metallbau seine Fertigungstiefe und kann je nach Werkstoff, Materialstärke und Anforderung auf vier unterschiedliche Schneidtechnologien zurückgreifen.

(Quelle: Alexander Funk, MicroStep Europa GmbH)

Schlagworte

AutogenschneidenLaserstrahlschneidenMetallblecheOberflächenqualitätPlasmaschneidenSchneidenSchneidtechnologienWasserstrahlschneiden

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