Wirtschaft
© Pixabay.com/Gerd Altmann
17.04.2025

Antragsfrist zur staatliche Förderung industrieller Dekarbonisierung endet

Der Wettlauf um Fördermittel für die Dekarbonisierung der Industrie hat begonnen: Seit dem 1. März bis zum 15. Mai 2025 ist das Förderfenster für die Bundesförderung für Industrie und Klimaschutz (BIK) geöffnet. Besonders relevant: Teilmodul 2, das Unternehmen bei der Elektrifizierung von Produktionsprozessen und dem Umstieg auf erneuerbaren Wasserstoff unterstützt. Unternehmen können sich Förderquoten von bis zu 60 Prozent und Förderbeträge von bis zu 200 Millionen Euro pro Projekt sichern – ein entscheidender Hebel für die Dekarbonisierung energieintensiver Branchen wie Stahl, Chemie, Glas, Zement, Keramik, Papier oder Gießereien. BIK ist das wichtigste Förderinstrument zur industriellen Dekarbonisierung in Deutschland.

Der Countdown läuft: Was tun, wenn keine Zeit bleibt?

„Nur bis zum 15. Mai 2025 können Projektskizzen eingereicht werden. Das ist für viele Unternehmen zu knapp“, sagt Nikolai Wiebe, Head of Consulting von EPSA Deutschland. „Daher raten wir den Antragstellern, mit Fördermittelberatern wie uns zusammenzuarbeiten. Bis spätestens Mitte April 2025 sollte ein Antragssteller einen Fördermittelberater gefunden haben, damit dieser ihn rechtzeitig unterstützen kann.“

EPSA Deutschland unterstützt Industrieunternehmen bei der Beantragung der Bundesförderung für Industrie und Klimaschutz – von der Machbarkeitsprüfung bis zur finalen Antragstellung. „BIK ist ein zentraler Hebel für die Transformation der Industrie. Wir machen diese Chance für Unternehmen real“, sagt Dr. Paul Freyberg, Senior Innovation Consultant bei EPSA.

Erfolgsstory: 15 Millionen Euro für grünen Stahl

Wie wichtig die Unterstützung durch EPSA ist, zeigt das Beispiel eines deutschen Stahlherstellers. Dieser will seine CO2-Emissionen neutralisieren und die Abhängigkeit von Erdgas reduzieren. Die Lösung ist eine langfristige Umstellung von Erdgas auf Wasserstoff.

Deniz Keser, Business Development Manager EPSA Deutschland, erklärt: „Hierfür bot sich die Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK) ideal an. Innerhalb von nur zwei Wochen erarbeitete EPSA eine vollständige Projektskizze für ein Vorhaben zur Elektrifizierung und Wasserstoffnutzung – mit Erfolg. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro erhielt eine Bewilligung mit rund 50 Prozent Förderquote - also 15 Millionen Euro Förderung.“

Mehr als nur Förderung: ESG-Ziele wirtschaftlich erreichen

BIK ist mehr als ein Förderinstrument. Es ist ein wirtschaftlicher Hebel, um CO2-Kosten zu senken, ESG-Ziele zu erreichen und die Marktposition langfristig zu stärken – insbesondere für Mittelständler, die ohne staatliche Unterstützung Investitionen in die Transformation nicht realisieren könnten.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
  • Frist läuft: Projektskizzen können nur bis zum 15. Mai 2025 eingereicht werden.
  • Erste geförderte Projekte starten bereits im 3. Quartal 2025
  • Hohe Förderquoten:
    • Bis zu 30 % Förderung bei Elektrifizierungsprojekten
    • Bis zu 60 % bei der Nutzung von erneuerbarem Wasserstoff
    • Max. Fördersumme: bis zu 200 Mio. Euro pro Unternehmen
  • Gefördert werden: 
    • Elektrifizierung von Produktionsprozessen
    • Umstellung auf erneuerbaren Wasserstoff
    • Substitution fossiler Brennstoffe
  • Zielgruppe: Industrieunternehmen jeder Größe, insbesondere aus:
    • Stahl, Chemie, Glas, Zement, Keramik, Papier, Gießereien
    • Weitere energieintensive Mittelständler

(Quelle: Pressemeldung Epsa Deutschland)

Schlagworte

DekarbonisierungElektrifizierungEmissionenEnergieFördermittelHerstellerIndustrieInnovationKlimaschutzStahlTransformationWasserstoff

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