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28.07.2022

BMBF und OTH Regensburg veröffentlichen Wasserstoffatlas Deutschland

BMBF und OTH Regensburg veröffentlichen Wasserstoffatlas Deutschland

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) haben den Wasserstoffatlas Deutschland veröffentlicht. Eine interaktive Website zeigt den aktuellen Stand, die regionalen Fortschritte sowie die Chancen und Potenziale von Wasserstoff für die Energiewende und den Klimaschutz.

"Wir wollen Deutschland zur Wasserstoffrepublik machen. Deshalb fördern wir sowohl industriegeführte Wasserstoff-Leitprojekte als auch Vorhaben in der Wasserstoff-Grundlagenforschung", erklärt Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger. Eines davon sei der  Wasserstoffatlas Deutschland, der zeige, wie viel bisher schon erreicht wurde, wo welche Potenziale zu welchen Kosten gehoben werden können, welche CO2-Einsparungen damit erzielt werden können und zukünftig auch, wo es welche Beschäftigungspotenziale einer deutschen Wasserstoffwirtschaft gibt. "Damit geben wir Projektplanern, Kommunen, Stadtwerken, Investoren und anderen Entscheidungsträgern ein hilfreiches Werkzeug an die Hand, mit dem sich Entscheidungsprozesse beschleunigen lassen. Das macht den Wasserstoffatlas so wertvoll. Denn wir brauchen eine Beschleunigung beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft, um unseren Wohlstand zu sichern und gleichzeitig das Klima zu schützen“, so Stark-Watzinger weiter.

Projektleiter Prof. Michael Sterner und Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger stellen den Wasserstoffatlas Deutschland vor. - © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Projektleiter Prof. Michael Sterner und Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger stellen den Wasserstoffatlas Deutschland vor. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner ergänzt: "Wir brauchen erneuerbaren Strom und Wasserstoff sowie dessen Folgeprodukte für unsere Versorgungssicherheit und Klimaneutralität, und zwar in großen Mengen. Wasserstoff ist mitnichten der Champagner der Energiewende, sondern neben erneuerbarem Strom der Haupttreibstoff, um Deutschland klimaneutral zu machen." Hierfür gebe es große Potenziale im Land, die mit dem Wasserstoffatlas aktiviert werden sollen. Damit können die Regionen und ganz Deutschland unabhängiger von importiertem Gas und Öl werden. "Wir bringen mit dem Atlas Wissen in die Breite und erleichtern konkrete Planungen. Der Atlas zeigt das technische Wasserstoffpotenzial abzüglich des Strombedarfs vor Ort auf und macht auch den Markthochlauf sichtbar. Unser Ziel ist es, Stakeholder zu aktivieren, die Potenziale ins Bewusstsein zu rücken und damit Wasserstoff greifbar zu machen und den Menschen näher zu bringen.“

Der Wasserstoffatlas Deutschland ist hier zu finden.

Hintergrund

Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 700.000 Euro geförderte Wasserstoffatlas Deutschland bietet die Möglichkeit, Potenzial, Verbrauch, Kosten und Emissionsminderungen verschiedener Wasserstoffanwendungen auf regionaler Ebene in ganz Deutschland einzuschätzen. Damit steht ein flächendeckendes und frei zugängliches Instrument bereit, welches den Einstieg in konkrete technische Planungen erleichtert.

Neben dem ständig aktuell gehaltenen und seit 2012 erfassten Bestand aller deutschen Power-to-X-Anlagen werden alle Wertschöpfungsketten für Grünen Wasserstoff regional dargestellt. So kann ein Vergleich von Wasserstoff mit fossilen Energieträgern in allen Sektoren und Anwendungen (Strom, Gebäude, Verkehr, Industrie) erfolgen und Potenziale, Kosten sowie die mögliche CO2-Vermeidung einer Wasserstoffnutzung abhängig vom Standort aufgezeigt werden.

(Quelle: Presseinformation des BMBF)

Schlagworte

AnwendungEnergieEnergiewendeForschungIndustrieKlimaKlimaschutzWasserstoffWasserstoffanwendungenWirtschaft

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